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| ISBN: 3131005734 ISBN: 3131005734 ISBN: 3131005734 ISBN: 3131005734 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Pupillenreflex
I.)
Die erste Station ist das Auge, das durch helle
Lichtstrahlen gereizt wird. Die Zapfen und Stäbchen gelten als Rezeptoren
und senden elektrische Reize an die sensorischen Nervenzellen. Die Reize werden
nicht bis zum Gehirn weitergeleitet, weil es zu lange dauern würde, erst zu
entscheiden, was passieren soll. Der Ablauf des ”Reflex” wird im
Rückenmark entschieden. Das Ganze läuft wesentlich schneller ab, als
im Gehirn, da es dem Lebewesen erst gar nicht bewusst wird.
II.)
Versuch: Ein Oszillograph wird an einer
sensorischen Nervenzelle ”angeschlossen”. D.h., daß die untere
Ablenkplatte mit dem extrazellulären Raum des Axons einer Nervenzelle
verbunden ist. Die obere Ablenkplatte ist mit dem intrazellulären Raum des
Axons verbunden.
Kommen die elektrischen Reize des Auges an der
Meßstelle an, zeigt der Oszillogaph einen Ausschlag nach oben an. Die
Nervenzelle ändert ihr Potential kurzzeitig vom Negativen zum Positiven.
Die Reaktion wird durch die unterschiedlichen Konzentrationen von Kationen und
Anionen innerhalb und außerhalb der Nervenzelle verursacht. Die Na+ Ionen
strömen durch die Membran der Nervenzelle in den intrazellulären Raum.
Die Kationen sind dann in der Überzahl und geben der Zelle ein positives
Potential. Nach einem Bruchteil einer Millisekunde werden die Na+ Ionen mit
Hilfe von Na+ Pumpen weitergepumpt. So entsteht auch im Axon, wo gemessen wird,
für ein paar Millisekunden ein positives Potential.
III.)
Am Verbindungspunkt zwischen den beiden
Nervenbahnen (sensorische- und motorische Nervenbahn) wird die Entscheidung
getroffen, was passiert. Der Verbindungspunkt ist das Rückenmark. Es leitet
den Reiz nicht weiter zum Gehirn, sondern sendet sofort eigene Reize weiter
über die motorische Nervenbahn zu einem Effektor. Das ist in diesem Fall
der Cilliarmuskel.
IV.)
Die Endstation des Reizes ist der Effektor,
hier ist es der Muskel, der die Iris erweitert, oder verengt (Cilliarmuskel). Da
die letzte der motorischen Nervenzellen, genau wie die anderen, ein positives
Potential hat, werden an den Endknöpfchen des Axons Botenstoffe
ausgeschüttet, die benachbarte Muskelzellen zur Kontraktion bringen. Der
Muskel kontrahiert durch den elektrischen Reiz, den er vom Rückenmark
bekommt und bewirkt, daß sich die Iris verengt.
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